| Clemens Meyer im Bülowviertel |
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Es ist der frühe Nachmittag des 2. Oktobers an dem zum zweiten Mal der blaue Teppich ausgerollt wird und ins Bülowviertel eingeladen wird. Neben den Möglichkeiten Häuser zu besíchtigen, sich über den Ansatz der Ein-Haus-Genossenschaft und über das Viertel zu informieren sowie gegen eine Spende für den Spielplatz leckersten Kuchen zu bekommen, stand an diesem Samstag Nachmittag die Lesung des Autors Clemes Meyer im Vordergrund. Als Leipziger lebt Clemens Meyer heute im benachbarten Anger-Crottendorf und kennt die Gegend um die Eisenbahnstraße seit seiner Jugend. Hier war der Nährboden für seinen Debutroman „Als wir träumten", der inzwischen auch als Theaterfassung im Leipziger Schauspielhaus reüssierte. Clemens Meyer erzählt von den rauhen Wendezeiten, von Brüchen in der Gesellschaft und von dem, was einen lebenswerten Stadtteil für ihn ausmacht: Vielfalt, Licht und Schatten und das Unvollkommene. Er liest aus "Als wir träumten" und seinem neuesten Buch "Gewalten" und redet bei dem anschließenden Interview mit Peter Korfmacher (LVZ) und Paula Hofmann (Förderverein Bülowgärten e.V.) über das angenehme im Leipziger Osten gegenüber dem zu perfekten Schleußig oder der Südvorstadt. Die zahlreichen Zuhörer und -schauer sind amüsiert und interessieren sich für die offenen Häuser Paulinenstraße 19, 21 und 23 und die Bülowstraße 14 und die Arbeit des Vereins vor Ort. Vielleicht hat der ein oder andere ja ebenfalls Gefallen gefunden und ist fündig geworden bei der Suche nach Raum zur Mitgestaltung des eigenen Viertels.
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